budo's Web
Hier findet ihr einiges zu meinen Hobbies

Pollin 7" Display-Set LS-7 am Raspberry Pi

Der Anschluß des Pollin 7" Display-Set LS-7 an den Raspberry Pi ist aufgrund des HDMI-Eingangs des LS-7 Display-Sets sehr einfach. Das Display-Set benötigt Versorgungsspannung von 9 .. 18 VDC und Raspberry Pi und USB-Hub von 5VDC. Um nicht 3 Steckernetzteile zu verwenden wurde ein Steckernetzteil mit ca. 12VDC/2A und ein nachgeschaltetes Schaltregler-Modul OKL-T/1-W12 Series (von Reichelt) verwendet. Das Schaltregler-Modul läßt sich mit dem Anschluß von einem Widerstand von 2.2k zu einem 5V/1A Regler konfigurieren.

tbd

Raspberry Pi mit Pollin 7" LCD, USB-Hub, USB-Tastatur und USB-Maus und Spannungsregler (links oben).

smg

smg

Für die korrekte Anzeige ist eine Anpassung erforderlich. Die Datei "/boot/config.txt" muss mit Admin-Rechte geändert werden. Die Änderungen der Original-Datei sind im folgenden Bild farbig markiert.

tbd

Änderungen in der /boot/config.txt

Das LS-7 hat eine Auflösung von 1024x600 Pixel. Die möglichen Auflösungen des RPI kann man der RPiconfig entnehmen. Mit "hdmi_group=1" und "hdmi_mode=19" liegt man richtig. Bei falsch gewähltem Mode, bzw. bei einem Schreibfehler in der config.txt kann man auf dem Bildschirm nichts mehr lesen. Es ist dann vorteilhaft, wenn man vorher eine SSH-Verbindung zum RPI eingerichtet hat, damit man an die config.txt vom PC aus noch einmal ändern kann. Nach einem Neustart kann man mit "/opt/vc/bin/tvservice -s" sich die eingestelle Auflösung anzeigen lassen. Die sollte mit den obigen Änderungen dann 1280x720 @ 50Hz betragen, da eine Auflösung von 1024x600 nicht verfügbar ist. Die Differenz der Auflösungen wird mit overscan korrigiert, d.h. es werden am Rand die äußeren Punkte ausgeblendet und die Anzeige-Auflösung dadurch reduziert. Gemäß obigen Änderungen sind das 2x128 Pixel (1280-1024=256) und 2x60 Pixel (720-600=120).

Im Terminal-Mode des RPI sollte man dann noch zur besseren Lesbarkeit die Schriftgöße anpassen. Dies erfolgt mit "sudo dpkg-reconfigure console-setup" und der Auswahl von "UTF-8" + "VGA" + "8x16".

Beim Hochfahren des RPI muss dann noch die Verzögerung durch das Display berücksichtigt werden, da sonst der RPI das Display nicht erkennt, da das Display noch nicht bereit ist. D.h. den RPI erst einschalten, wenn das Display seine erste Anzeige (Pollinwerbung) gemacht hat.

VGA-Monitor am Raspberry Pi

Nachdem obiger Monitor nicht mehr funktionierte, aufgrund der Verbindung zwischen Elektronik und Display via Folie, habe ich nach einer Lösung gesucht zum Anschluss alter VGA-Monitoren, da solche üblicherweise immer verfügbar sind. Die Lösung ist ein billiger chinesischer HDMI-VGA-Adapter ohne separates Power Supply. Letzteres ist ein gewisses Risiko, da der Adapter nun komplett aus der HDMI-Schnittstelle mit Strom versorgt wird und im RPI hier eine Schottky Diode D1 BAT54 enthalten ist, die maximal 200mA verträgt. Sicherheitshalber habe ich mir eine stärkere Schottky-Diode zurecht gelegt, falls die BAT54 durchbrennen sollte. Der Test hinterher hat aber gezeigt, dass die Diode D1 nicht einmal warm wird. Auf den Anschluss des Audioausgangs habe ich verzichtet.
In der "/boot/config.txt" wurden obige Änderungen rückgängig gemacht und hdmi_group=2 und hdmi_mode=16 gewählt und hdmi_drive=1 auskommentiert. Dies entspricht einer Einstellung von 1024 x 768 mit 60 Hz. Bei Betrieb mit Audio, müßte hdmi_drive=2 gesetzt werden.


Nach Oben